Solaranlage für Garten, Flachdach und Co.: Das solltest du wissen

Du hast sicher einige technische Geräte in deinem Garten, die die mit Strom versorgt werden wollen. Und egal ob an deinem Haus oder als Kleingarten in einer Gartenanlage, Sonnenschein und Gärten gehören zusammen wie die Pole eines Magneten. Warum also nicht das Sonnenlicht für die Produktion von Solarstrom nutzen und damit die eigene Stromrechnung ein wenig aufpolieren?
Eine Photovoltaikanlage mit ein bis zwei Solarmodulen auf einem Flachdach, dem Gartenhaus oder einfach auf einer freien Fläche am Boden macht deinen Garten unabhängiger vom teuren Strom aus dem öffentlichen Netz und treibt die Energiewende voran. Lies hier die wichtigsten Infos für die Installation einer kleinen Solaranlage im Grünen nach und erfahre, warum dein Garten der ideale Ort für die Erzeugung von grüner Energie ist!

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Solaranlage für den Garten als Level Up im Grünen

Du weißt vielleicht, dass Solarmodule aufgrund der frei beweglichen Ladungsträger im Silizium bei Sonneneinstrahlung Strom erzeugen und du diese Solarenergie für die Versorgung der elektrischen Verbrauchsgeräte auch im Garten nutzen kannst. Je nachdem mit wie vielen Stromverbrauchern dein Garten also ausgestattet ist, kannst du ihn damit im Extremfall sogar komplett autark versorgen.
Aber der Reihe nach: Der Gleichstrom aus dem Sonnenlicht wird vom Mikro-Wechselrichter in Wechselstrom für das Netz umgewandelt. Als Richtwert bei zwei Solarmodulen und einer Wechselrichterleistung von 600 Watt kannst du im Sommer mit bis zu 7,2 Kilowattstunden Strom am Tag, den du selbst erzeugst, rechnen. Logischerweise sind solche Werte nicht ganzjährig möglich, da in den dunkleren Jahreszeiten die schwächere Sonne tiefer steht und mit weniger als acht Stunden Tageslicht im Winter die Solaranlage für den Garten auch weniger ausgelastet ist. Rechne daher eher mit 1 bis 2 kWh, die das System einbringt. Grundsätzlich kannst du aber durchaus davon ausgehen, dass ein bis zwei gut platzierte Solarmodule (was “gut platziert” heißt, klären wir gleich noch) bei Sonnenschein, die anfallende Grundlast der passiven Verbraucher wie Kühlschrank und Teichpumpe in deinem Garten decken können. Darüber hinaus wird der zusätzliche Solarstrom für die aktive Last, die beispielsweise durch die elektrische Heckenschere in der Erzeugungsphase anfällt, verwendet. Aber egal wie groß dein Energieverbrauch im Garten ist, bei korrekter Platzierung und Ausrichtung der Solarmodule, wirst du den Unterschied auf der Stromrechnung nicht übersehen können.

Vorbetrachtungen vor der Installation

Der ideale Platz für die Solaranlage ist, wenig überraschend, in der Sonne. Dabei macht es zunächst Sinn den eigenen Garten einfach erst einmal zu beobachten. Wo werfen Bäume, Pflanzen und Konstruktionen an einem sonnigen Tag zu welcher Tageszeit Schatten? Denn mit wanderndem Stand der Sonne ergeben sich sicher einige Stellen die mehr und andere die weniger gut für Solarmodule geeignet sind.

Bezüglich der Ausrichtung der Solarmodule nach den Himmelsrichtungen, ist es grundsätzlich nicht von Nachteil die Basics im Hinterkopf zu behalten: “Im Osten geht die Sonne auf, im Süden nimmt sie ihren Lauf, im Westen wird sie untergehen, im Norden ist sie nie zu sehen”. Das heißt in der Theorie, dass eine Südausrichtung am ertragreichsten ist, aber auch eine Ausrichtung nach Osten oder Westen für dich passend sein kann, wenn du beispielsweise den morgens bzw. abends anfallenden Stromverbrauch damit besser ausgleichen kannst. Wer hätte gedacht, dass eine Eselsbrücke für Kinder dir einmal bei der idealen Positionierung deiner Solaranlage für den Garten hilft?

Wo Solarmodule im Garten installiert werden sollten

Als erster Ansatzpunkt sind Gartenhäuser häufig eine gute Wahl. Durch ihre exponierte Dachfläche, die im Falle eines Schrägdachs auch direkt mit einem Neigungswinkel daher kommt, bleibt dir die maximale Bodenfläche für Bepflanzungen. Das für deinen Garten ohnehin unverzichtbare Sonnenlicht, pflegt neben deinen Pflanzen dann auch deine Stromrechnung, ohne dass für dich mehr Arbeit als die reine Installation anfällt. Achte lediglich darauf, dass hohe Sträucher und Hecken, aber vor allem Bäume oder anderweitige Bauten deines Gartens die Solarmodule auf dem Gartenhaus nicht verschatten, die Sonnenstrahlen also im Idealfall die komplette Fläche der Solarmodule erreichen. Wenn es notwendig und dir den Aufwand wert ist, solltest du also mögliche Schattenspender umsiedeln.

Natürlich kann das Gartenhaus aber auch bewusst im Schatten stehen oder dein Garten verfügt schlichtweg über keinen Schuppen und kein Gartenhäuschen. Dann ist eine flach aufgeständerte Mini Solaranlage für dich die richtige Lösung. Bei minimalem Installationsaufwand nutzt du dann einfach das Flachdach eines Carports oder Unterstands (die das Gewicht der Solaranlage inklusive Beschwerung oder Verschraubung gegen Windeinwirkung natürlich aushalten müssen). Aber was erhöht funktioniert ist auch auf dem Boden kein Problem: Eine Terrasse, eine Grünfläche oder jeder andere freie Platz kann für die Produktion von nachhaltigem Strom genauso genutzt werden.


Solarmodule, die im geläufigen Winkel von 20° aufgeständert werden, sind am Boden je nach Windlastzone des Gebietes ganz einfach mit Gehwegplatten oder etwas ähnlichem zu beschweren und somit durch simpelste Mittel gegen Umwelteinwirkungen geschützt. Wenn du das nicht willst, kannst du die Mini Solaranlage selbstverständlich auch mit der nötigen Vorsicht beim Verlassen des Gartens gesichert verstauen.

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Solaranlage für den Garten: Kaum Umstände bei maximalem Nutzen

Direkte Entwarnung für die Idylle: Eine funktionierende Mini-PV-Anlage erzeugt in aller Regel keinerlei störende Betriebsgeräusche. Der Solarstrom wird zwar so umweltfreundlich wie möglich erzeugt, Leitungsverluste können aber trotzdem auftreten. Wie bei jeder anderen Elektroinstallation auch sollte die Verkabelung einer Mini-Solaranlage also kurz gehalten werden, bevor sie die Steckdose im Garten oder dem Gartenhaus erreicht.

Auch bei der Wartung fällt kaum Arbeit an. Durch die zwangsläufig freistehenden und für Regen zugänglichen Module, reinigen sich Solarsysteme im Laufe ihrer 20 bis 25-jährigen Lebensdauer im Grunde selbst. Gänzlich vernachlässigen solltest du sie natürlich trotzdem nicht, denn im Gegensatz zu leichter Verschmutzung durch Staub und Dreck, haften grobe Verunreinigungen wie Vogelkot meistens zu fest um vom Regen weggespült werden zu können. Für den maximalen Umsatz (Photovoltaik-Anlagen mit monokristallinen Solarzellen haben einen Wirkungsgrad von über 20%) solltest du also in regelmäßigen Abständen die Module checken und ggf. dem hartnäckigen Schmutz mit etwas warmem Seifenwasser zu Leibe rücken.
Grundsätzlich macht es also Sinn die Anlage im Frühjahr einmal komplett zu reinigen und im Laufe des Sommers einfach ein Auge auf gröbere Verschmutzungen zu haben um die helle Jahreszeit mit maximalen Erträgen auszunutzen.

Ist Autarkie mit einer Solaranlage für den Garten möglich?

Hier kann man zunächst davon ausgehen, dass die Kosten für die Installation einer Mini Solaranlage normalerweise geringer ausfallen als die Kosten für den generellen Anschluss der Gärten oder Gartenhäuser an das öffentliche Stromnetz. Wenn dein Garten also von vornherein komplett autark werden soll, ist die Nutzung kostenlos erzeugter Solarenergie eine Variante die du in Erwägung ziehen solltest. Wie du sicher weißt, verlangen Stromanbieter für die Energie aus dem öffentlichen Netz mittlerweile nicht selten mehr als 30 Cent pro Kilowattstunde und angesichts der momentanen Lage, ist mit größeren Senkungen eher nicht zu rechnen. Deswegen kommt bei einigen Anlagenbetreibern sicher der Gedanke auf, mit der Garten-Solaranlage die Stromversorgung im Garten komplett durch Photovoltaik zu lösen. Ganz ohne zusätzliche Investitionen und Aufwand wird das allerdings nicht funktionieren.

Generell solltest du auch im Garten immer versuchen, den Solarstrom über das Jahr so lange wie möglich auszunutzen. Wir reden dabei also im Idealfall vom ersten ernst zu nehmenden Sonnenstrahl im Frühling, bis zum letzten im Herbst, gesetzt den Fall, dass du im Winter nicht im Garten tätig bist. Es ist zudem ratsam Gartenarbeit, die viel Energie verbraucht immer bei ausreichendem Sonnenschein auszuführen, um die größtmögliche Menge der notwendigen Energie unmittelbar durch den Solarstrom der Photovoltaik-Anlage abzudecken. Natürlich gilt es hier Verbrauchs- und Erzeugungsmenge zu kennen. Was die Anschaffung eines Solarsystems, mit mehr als zwei Modulen betrifft, solltest du bedenken, dass ein erhöhter Aufwand durch die aufwändigere Anmeldung und die besonderen Anschlussregelungen anfällt.


Um nun aber auch über den Tag hinaus noch Strom im Garten ohne dessen Bezug aus dem öffentlichen Netz zur Verfügung zu haben, stellt unter Umständen ein Stromspeicher die richtige Wahl für dich dar. Er nimmt die ungenutzte Sonnenenergie auf und stellt sie für den späteren Verbrauch bereit. So können Teichpumpe, elektrische Beleuchtung am Gartenhaus und Kühlschrank auch in Zeiten ohne Sonnenschein genutzt werden.

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Zu beachten ist, dass die Kapazität des Energiespeichers groß genug sein muss, um die eigenen Produkte im Garten entsprechend mit Strom versorgen zu können. Anhand von technischen Daten und Erfahrungswerten zu den Verbrauchsgeräten oder auch durch Messungen kannst du ermitteln, welche Speicherkapazität für welche Zwecke geeignet ist. Denn was den finanziellen Aspekt betrifft, sind Stromspeicher alles andere als günstig. Selbst für kleine Geräte mit einer Nennkapazität von ca. 600 Wh fallen bereits Beträge von jenseits der 500-Euro-Grenze an und ein großes Speichersystem kann schnell das zehnfache kosten.

Solarenergie für den Garten: Eine rentable Idee

Auch wenn ein Stromspeicher wirtschaftlich weniger rentabel ist, kann die Solaranlage an sich für den Garten, unter Berücksichtigung einiger Punkte, als nachhaltiges und lohnenswertes Gadget gesehen werden, das im heimischen Grün eine perfekte Symbiose mit der Natur eingeht.
Sie ermöglicht es dir, Strom umweltfreundlich zu erzeugen und gleichzeitig die eigene Stromkostenabrechnung merklich zu kürzen (oder wenn du es darauf anlegst sogar abzuschaffen).

Wenn du über die Anschaffung einer Mini Solaranlage für den Garten mit zwei Solarmodulen nachdenkst, liegen die Anschaffungs- und Installationskosten bei weniger als 1.000 Euro. Bei entsprechender Positionierung kannst du damit rechnen, dass sich die Mini-PV-Anlage dann bereits nach wenigen Jahren amortisiert hat und du jede weitere Kilowattstunde einsparst.

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Mini Solaranlage für Garten und Flachdach von Priwatt

Um deine Überlegungen nun zu vervollständigen, haben wir hier noch eine Empfehlung für dich: In unserem Test konnte der Anbieter Priwatt überzeugen. Mit den Komplettsets priFlat und priShed für den Garten, das Flachdach oder das Bitumendach des Gartenhauses werden dir steckerfertige PV Anlagen geboten, die mit dem Mikro-Wechselrichter, allen Kabeln und dem nötigen Befestigungsmaterial unmittelbar vor deine Haustür geliefert werden. Zur Auswahl stehen außerdem Sets aus einem oder zwei Solarmodulen für Balkon, Hausdach und Fassade in verschiedenen Ausführungen.
Auf der Website bietet Priwatt zudem hilfreiche Online-Tools, die die in diesem Beitrag thematisierte Planung und Ausrichtung vereinfachen und einen kostenlosen Anmeldeservice, der Kunden die Anmeldung ihrer Solaranlage bei den Stromnetzbetreibern und der Bundesnetzagentur abnimmt.

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